SOMMERSCHULE 2012

Das Zentrum für Kulturgeschichte der Süduralischen Staatlichen Universität Tscheljabinsk (Russland)

zusammen mit dem Archiv des Tscheljabinsker Gebiets

 

veranstaltet die

 

Internationale Sommerschule „Deutsche im Stalinschen Zwangsarbeitssystem: Gewalt, Erinnerung und Aufeinanderprallen von Kulturen"

(27. August - 9. September 2012)

 

 

Kontakt

Dr. Olga Nikonova

Zentrum für Kulturgeschichte,

Süduralische Staatliche Universität Tscheljabinsk

ul. Elektrostal'skaja, 47-a, 315, Tscheljabinsk, 454047, Russland

Tel. +7 (922) 2314892

Fax: +7 (351) 282-01-05

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Kursdauer/ Bewerbungsschluss

14 Tage (27. August - 09. September 2012)

Anmeldeschluss: 30. April 2012

Anreise der Teilnehmer: 26. August 2012

Abreise der Teilnehmer: 10. September 2012

 

Voraussetzungen

Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme an der Sommerschule sind Kenntnisse der russischen Sprache und der russischen Geschichte. Ein Teil der angebotenen Veranstaltungen wird auf Deutsch und Englisch ablaufen, die praxisorientierten Veranstaltungen im Archiv und im Museum sowie die Exkursionen werden auf Russisch stattfinden.

 

Bewerbungsunterlagen für Teilnahme

Lebenslauf

Fragebogen (siehe unten)

Kopie des Reisepasses

 

Teilnehmerzahl

Minimum: 10

Maximum: 12

 

Kosten

Die Kosten für die Teilnahme belaufen sich auf 466 Euro und decken den Transfer vom Flughafen, Unterkunft, Sprachkurse, Vorlesungen, Seminare und Workshops, sowie ein umfassendes Exkursionsprogramm. Diese Summe umfasst nicht die Kosten für die Anreise, Versicherung, Visabeschaffung und Verpflegung. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit sich um ein DAAD-Stipendium zu bewerben, das die Gesamtausgaben weitgehend abdeckt (der Selbstanteil wird maximal 150-250 Euro betragen).

 

Visum

Die Teilnehmer, die den Auswahlprozess erfolgreich durchlaufen haben, erhalten eine offizielle Einladung von der Universität, mit der sie ein Visum bei den russischen Vertretungen in Deutschland beantragen können.

 

Unterkunft und Verpflegung

Die Teilnehmer der Sommerschule werden im Gästehaus der Universität in Doppelzimmern untergebracht. Die Sprachkurse und Seminare finden im Hauptgebäude der Universität statt, das 5 Minuten vom Gästehaus entfernt ist. Es wird den Teilnehmern angeboten, die Verpflegung nach eigenem Geschmack zu organisieren. Dafür verfügt die Universität über die zahlreichen Cafes und Mensen. Vegetarische Kost ist in jedem Menü vorgesehen. Die täglichen Ausgaben werden maximal 10-15 Euro ausmachen. Während der Exkursionen außerhalb der Stadt erhalten die Teilnehmer Lunchpakete.    

 

Veranstaltungssprachen

Russisch, Deutsch, Englisch

 

Kurzbeschreibung zum Inhalt und zum Ablauf der Sommerschule

 

Sprachkurs

Es wird einen fortgeschrittenen Sprachkurs angeboten. Das Hauptgewicht des Sprachkurses liegt auf die Sprachpraxis und fachgebundene Lexika. Der Sprachunterricht dauert täglich 2-3 Stunden.

 

Fachkurs

Das Problem der Zwangsarbeit als Massenphänomen des 20. Jahrhunderts, das besonders unter den Bedingungen der Diktaturen in großem Maßstab praktiziert wurde, erregte in den letzten Jahren die intensive Aufmerksamkeit der historischen Forschung. Allein im Jahre 2011 fanden einige Konferenzen zu diesem Thema statt (im September in Freudenstadt) oder sind geplant (im November im DHI in Moskau). Das Tscheljabinsker Zentrum für Kulturgeschichte in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Archiv des Tscheljabinsker Gebiets (OGAČO) veranstaltet eine Sommerschule, die der Geschichte der Deutschen im Stalinschen Zwangsarbeitssystem gewidmet ist. Die Beschäftigung mit diesem Themenkomplex bietet auch die Möglichkeit, Probleme der Gewalt, der kollektiven Erinnerung an Gewalt und Aspekte der interkulturellen Kommunikation, kultureller Konflikte und der gegenseitigen Wahrnehmung zu untersuchen.

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges lebten 1,4 Millionen ethnische Deutsche in der Sowjetunion. Die Verschlechterung der Situation an der Front führte dazu, dass sie einer repressiven Politik unterworfen wurden. Am 26. August 1941 erließ der Rat der Volkskommissare der Sowjetunion und das Zentralkomitee der Kommunistichen Partei die Verordnung „Über die Umsiedlung aller Deutschen aus der Wolgadeutschen Republik, aus dem Saratover und Stalingrader Gebiet in andere Provinzen und Gebiete". Aufgrund einer Reihe von Verordnungen des Staatlichen Verteidigungskomitees der UdSSR wurden bis Ende des Jahres 1941 alle Deutschen sowie die ethnischen Finnen, Rumänen, Bulgaren und Ungarn aus dem europäischen Teil der Sowjetunion deportiert. Der Deportation folgte die Mobilisierung praktisch der gesamten erwachsenen deutschen Bevölkerung in die Arbeitsarmee (trudovaja armija): Männer im Alter von 15 bis 55 Jahren und Frauen im Alter von 16 bis 45 Jahren wurden eingezogen.

Als Arbeitsarmee wurden militarisierte Arbeitseinheiten bezeichnet, in denen das System der Zwangsarbeit praktiziert wurde. Ein beträchtlicher Teil der deutschen Zwangsarbeiter wurde in den Ural gebracht, unter anderem auch nach Tscheljabinsk. In dieser Stadt im Südural befand sich insbesondere das „Čeljabmetallurgstroj", das für sein strenges und unbarmherziges Regime traurige Berühmtheit erlangte. Am 31. Januar 1942 bestand das Spezialkontingent des „Čeljabmetallurgstroj" aus 26.530 Menschen, von denen lediglich 50 Bauarbeiter Sträflinge waren; die anderen waren deutsche Aussiedler. In den nächsten eineinhalb Jahren wuchs die Zahl der Mitglieder der Arbeitsarmee um das Doppelte und umfasste fast 52.000 Menschen. Ab 1943 wurde die Arbeitsarmee des „Čeljabmetallurgstroj" um Kriegsgefangene aus Deutschland, Ungarn und Rumänien ergänzt.

Für die Mitglieder der Arbeitsarmee war die Arbeit auf der Baustelle des „Čeljabmetallurgstroj" eine Erfahrung von Überleben, Leid und Tod, während es für die Kriegsgefangenen außerdem ein Kennenlernen fremder kultureller Milieus war, die sie nun nicht mehr in der Rolle der Eroberer sondern in der Rolle von abhängigen und unfreien Menschen erlebten. Nach groben Berechnungen kosteten die Bauarbeiten auf dem Tscheljabinsker Hüttenwerk (Čeljabinskij Metallurgičeskij Zavod) mehr als 6000 Menschenleben. Vielen Mitgliedern der Arbeitsarmee wurde verboten, nach Kriegsende den Ort zu verlassen, an dem sie unter Zwang hatten arbeiten müssen. Deshalb blieb ein Teil von ihnen auch nach der Aufhebung der Niederlassungsbeschränkungen für deutsche Sondersiedler bis zu Beginn der 1990er Jahre in Tscheljabinsk. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wanderte der Großteil der Vertreter der älteren Generation der Tscheljabinsker deutschen Diaspora nach Deutschland aus.

Obwohl in den letzten Jahren sowohl Forscher als auch Kulturzentren der Deutschen in Russland sich bemühten, empirisches Material zur Geschichte der Deportation der Russlanddeutschen und deren Verwendung im Gulag-System zu sammeln, ist die theoretische Erfassung des Poblems der Zwansarbeit noch nicht befriedigend abgeschlossen. Vor allem fehlt eine theoretische Annäherung an einige wichtige Aspekte wie die Überschreitung der nationalen Geschichte der Zwangsarbeit, der Vergleich der Funktionalität der Zwangsarbeitssysteme der beiden größten Diktaturen des 20. Jahrhunderts - der nationalsozialistischen in Deutschland und der Stalinistischen in der Sowjetunion - sowie die Untersuchung der Zwangsarbeit aus der Perspektive der Akteure, also der Zwangsarbeiter oder der örtlichen Bevölkerung. Auch das Problem der interkulturellen Kommunikation und des Aufeinanderprallens von Kulturen (ich würde hier keine „.." verwenden; das englishe „clash of culture" oder „столкновениекультур» wird mit „Kampf der Kulturen" übersetzt, aber das passt hier einfach nicht, weil es ja kein Krieg ist sondern ein zufälliges Aufeinandertreffen) im militärischen Hinterland, wohin die deutschen Kriegsgefangenen geschickt wurden, wurde noch nicht ausreichend untersucht. Ein weiteres unbeschriebenes Blatt der Geschichte ist immer noch die Perspektive der Kriegsgefangenen selbst und die der Bewohner der Provinzstädte, die den Kriegsgefangenen täglich auf der Straße begegneten.

Die Workshops der Sommerschule setzen genau an diesen Forschungslücken an und versuchen einige der bisher weniger untersuchten Aspekte zu beleuchten.

 

Erster Workshop: "Gedächtnis und oral history: Probleme einer Methode"

Die Teilnehmer besuchen zunächst einige Vorträge zur Konzeptualisierung von Gewalt, Gedächtnis und interkultureller Kommunikation und zur methodischen Untersuchung dieser Phänomene. Der praktische Teil des Workshops besteht zum einen darin, die Organisation von Forschungsprojekten kennen zu lernen, die sich mit der Anwendung von oral history befassen. Darunter fällt die Planung und Durchführung von Interviews mit noch lebenden ehemaligen Mitgliedern der Arbeitsarmee und ihren Verwandten sowie mit Vertretern der älteren Generation, die sich an den Arbeitseinsatz der Kriegsgefangenen auf den Tscheljabinsker Baustellen erinnern. Zum anderen sollen die Teilnehmer Methoden kennen lernen, mit denen heute in Russland die Geschichte der Repressionen, der Deportationen und der Zwangsarbeit aufgearbeitet wird. Die Teilnehmer sollen mit der Arbeit des OGAČO im gesamtrussichen Projekt „Rückkehr der Namen" vertraut gemacht werden sowie mit der Arbeit des Deutschen Kulturzentrums.

 

Zweiter Workshop: „Zwangsarbeit der deutschen Mitglieder der Arbeitsarmee und der Kriegsgefangenen in Tscheljabinsker Industrieanlagen und sozialen Einrichtungen"

Neben den Vorträgen, die die Teilnehmer mit der Geschichte der Zwangsarbeit im 20. Jahrhundert, der Arbeitsarmee und der kriegsgefangenen Deutschen in Tscheljabinsk vertraut machen, wird ein Schwerpunkt auf die interaktiven Lernmethoden gelegt. Die Teilnehmer der Sommerschule werden im Staatlichen Archiv des Tscheljabinsker Gebiets mit Sammlungen zur Geschichte der Arbeitsarmee des „Čeljabmetallurgstroj" arbeiten, wodurch sie die Besonderheiten der Materialsuche in regionalen Archiven, der Sortierung der Bestände und der Aufbewahrung der Dokumente kennen lernen. Die Studenten nehmen teil an der Bestimmung von „Erinnerungsorten" der Zwangsarbeit (Gebäude und Anlagen der Stadt Tscheljabinsk, die mit den deutschen Kriegsgefangenen und Mitgliedern der Arbeitsarmee verbunden sind) und an der Zusammenstellung eines virtuellen Rundgangs durch diese Orte. Als Ergebnis dieses Workshops entsteht eine kleine Austellung aus Materialen der oral history und aus traditionellen Archivmaterialien, die die Teilnehmer zusammenstellen. Die Ausstellung wird in der Süduralischen Staatlichen Universität gezeigt. Außerdem sind die Teilnehmer des Workshops dafür verantwortlich, die Ergebnisse der Sommerschule filmisch festzuhalten und dieses Filmmaterial dann zur Aufbewahrung dem OGAČO zu übergeben.

 

Kulturprogramm

In einem umfangreichen kulturellen Rahmenprogramm können die Teilnehmer das wunderschöne Natur des Südurals genießen, auf verschiedenen Exkursionen die Stadt erkunden, das regionale Heimatmuseum und das Universitätsmuseum anschauen, kulturelle Veranstaltungen besuchen, die zum Tag der Stadt organisiert werden (Umzug der Jugend, Treffen mit Veteranen, Modeschauen, Konzerte, Feuerwerk), an Exkursionen zu den „Erinnerungsorten" der Zwangsarbeit der Deutschen in Tscheljabinsk teilnehmen und sich mit der Arbeit des Deutschen Kulturzentrums bekannt machen.

 

Veranstalter

Das Zentrum für Kulturgeschichte der Süduralischen Staatlichen Universität verfügt über viel Erfahrung in der regelmäßigen Durchführung von internationalen wissenschaftlichen Konferenzen in Tscheljabinsk und Moskau, auf denen aktuelle Themen russischer Wissenschaft und Gesellschaft diskutiert werden, sowie von Seminaren und Meisterklassen für Studenten. Einige der letzten großen Veranstaltungen in diesem Rahmen waren Konferenzen, die sich mit dem historischen Gedächtins, der Kriegserfahrung des 20. Jahrhunderts und der Rolle visueller Bilder und Gerüchte in der Neueren und Neusten Geschichte befassten. Diese Foren fanden spürbare Resonanz in den Medien und in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit, und ihre Ergebnisse wurden in thematischen Sammelbänden veröffentlicht, die auch Eingang fanden in die größten öffentlichen Bücherreien und Universitätsbibliotheken der Welt.

Das Zentrum kann erfolgreiche Projekte aufweisen, die es gemeinsam mit der Humboldt Universität in Berlin, mit dem Deutschen Historischen Institut in Moskau und dem Französisch-Russichen Zentrum der Sozialwissenschaften in Moskau durchführte. Außerdem ist das Zentrum wissenschaftlicher Betreuer einer internationalen Diskussionsplattform, des Internet-Seminars zur russischen Geschichte, das zusammen mit der Universität Basel organisiert wird (www.isem.susu.ac.ru). Das Zentrum fungierte auch schon öfters als aufnehmende Instanz für Stipendiaten der Bosch-Stiftung und des DAADs und betreute wissenschaftliche Forschungsaufenthalte von Spezialisten zur russischen und sowjetischen Geschichte.

 

 Berichte der Teilnehmer

Acelya Bakir:

Meine Erwartungen wurden voll erfüllt: ich hatte eine professionelle geschichtswissenschaftliche Tätigkeit, zwei etwas anstrengende Wochen mit konkreter Arbeit an Dokumenten erwartet, und dies traf mindestens alles zu. Studenten der Geschichte und insbesondere der osteuropäischen Geschichte kann ich diese Sommerschule nur ausdrücklich empfehlen, da sie hier die einmalige Möglichkeit bekommen, angeleitet und mit offenerem Zugang ein russisches Archiv zu besuchen und mit Akten zu arbeiten sowie mit Zeitzeugen in Kontakt zu kommen. Außerdem empfand ich den Austausch mit den russischen Historikern als äußerst fruchtbar, zumal diese aufgrund ihrer Erfahrung mit dem Wissenschaftsstandort Deutschland über beide Forschungstraditionen und Arbeitsweisen reflektiert berichten und mit den deutschen Studenten und ihren Erwartungen umgehen konnten. In meinem persönlichen Fall war die Sommerschule sehr nützlich, da ich so einen Einblick in das russische Archivwesen bekommen habe sowie die Arbeit mit sowjetischen Akten kennenlernen konnte. Auch die Einarbeitung in die Thematik der Trusarmisten wird mir sicher noch von Gewinn sein. Nach der Erfahrung in Tscheljabinsk überprüfe ich derzeit zudem, ob der Ort für eine Lokalstudie im Rahmen meines anstehenden Dissertationsprojektes in Frage kommt.

Laura Eras:

Insgesamt war das wissenschaftliche Programm sehr gut. Allerdings war das Thema zu groß für zwei Wochen und sollte bei einer weiteren Sommerschule lieber eingeschränkt werden. Insgesamt war die Sommerschule sehr interessant. Ich hatte hier die Möglichkeit, in ein neues Feld hineinzuschauen und konnte mich auch als Soziologie-Studentin einmal mit mehr geschichtswissenschaftlichen Themen auseinander setzen. Durch verschiedenste Vorlesungen wurde mein Interesse für ganz unterschiedliche Themenfelder geweckt oder gestärkt. Dank sehr guter Organisation lief zudem fast alles reibungslos. Auf jeden Fall aber hat die Sommerschule mir verschiedene Ansatzpunkte für meine wissenschaftliche Arbeit gegeben.

Wolfgang Schneider:

Die Sommerschule sehr gut organisiert. So liefen die Transfers zum Flughafen, die Unterbringung im Wohnheim, die Fahrten innerhalb der Stadt, die Verpflegung etc. völlig reibungslos ab. Der Zeitplan der Veranstaltungen wurde, mit wenigen verständlichen Ausnahmen, eingehalten. Auch für ein Freizeitprogramm an den Wochenenden war gesorgt, hier ist vor allem die Fahrt zu einem Ferienlager der Universität zu nennen. Die russischen AnsprechpartnerInnen kümmerten sich auch zwischen den Veranstaltungen um die TeilnehmerInnen und standen ihnen bei allem von Freizeitplanung bis zu Visaangelegenheiten zur Seite. Ich habe mich vom ersten bis zum letzten Tag in Tscheljabinsk in guten Händen gefühlt. Abschließend kann ich sagen, dass die Teilnahme an der Sommerschule eine wichtige Erfahrung für mich war, die mich in meinem Studium und auch persönlich weitergebracht hat. Ich hoffe, dass es nicht bei dieser einen Sommerschule in Tscheljabinsk bleibt und dass das Zentrum für Kulturgeschichte gemeinsam mit dem DAAD solche Kurse erneut anbieten wird.

 Ausgewaehlte Fotos finden Sie in unserer Fotogalerie

 



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